Gestikforscherin.
Seit über 20 Jahren.

Wie es begann

Noam Chomsky

Ich wollte Journalistin werden. Dann hörte ich in einer Grammatikvorlesung einen Satz und habe meine Pläne umgeschmissen. Nicht aus Vernunft, sondern weil in mir etwas klick gemacht hat, das seitdem nicht mehr aufgehört hat.

Mein Weg zur Gestiktrainerin

Ich habe Sprachwissenschaft an der FU Berlin studiert und später an der Europa-Universität Viadrina promoviert. Schon im Studium habe ich Gesten analysiert: aus purer Neugier, mit erstaunlicher Ausdauer. Jede Hausarbeit, die ich irgendwie über Gestik schreiben konnte: geschrieben.

Nach der Promotion wurde aus der Leidenschaft ein Beruf. Ich stieg in ein interdisziplinäres Forschungsprojekt ein und habe zusammen mit Neurologinnen und Primatologinnen Gesten bei Menschen und Menschenaffen untersucht. Ich habe Bewegungen transkribiert, Muster verglichen, Bedeutungen entschlüsselt.


Seit 2012 leite ich an der TU Chemnitz die Arbeitsstelle Gestenforschung und Sprechwissenschaft und arbeite parallel als Gestiktrainerin. Die Frage, die mich seitdem täglich beschäftigt: wie wird dieses Wissen wirklich nützlich: nicht im Labor, sondern für Menschen, die täglich unterrichten, erklären, führen?


Eines der faszinierendsten Dinge aus der Zusammenarbeit mit Neurologinnen: Gesten und Sprache sind im Gehirn nicht voneinander zu trennen. Wir denken nicht zuerst und gestikulieren dann. Beides entsteht gleichzeitig. Gestik ist kein Beiwerk. Sie ist Teil des Denkens selbst.

20+

Jahre Gestenforschung in Bildung, Alltag und interkultureller Kommunikation

70+

wissenschaftliche Publikationen zu Gestik, Körpersprache und multimodaler Kommunikation

Dr. Jana Bressem – Gestiktrainerin und Gestenforscherin
Dr. Jana Bressem – Gestiktrainerin und Gestenforscherin
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Mein Ansatz

Kein Antrainieren. Freilegen, was bereits da ist.

Ich sage nicht, was man mit den Händen tun soll. Ich verteile keine Tipps, die man sich merken und dann anwenden muss.

Was mich immer wieder überrascht: Die meisten Lehrenden, die zu mir kommen, gestikulieren bereits sehr ausdrucksstark. Sie trauen sich nur nicht. Irgendwann hat ihnen jemand gesagt, sie sollen die Hände reduzieren oder ruhig halten. Meine Arbeit beginnt fast immer damit, genau diesen Moment rückgängig zu machen.

Das bedeutet: keine Verbote, keine starren Vorgaben. Stattdessen ein echter Blick auf das, was bereits funktioniert. Und weil ich Sprachwissenschaftlerin bin, trenne ich Gestik nie vom Sprechen. Beides gehört zusammen. Das ist nicht nur meine Überzeugung, sondern das was Gestikforschung seit Jahrzehnten zeigt

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